Sternekoch Benoît Violier überraschend verstorben


Die Welt nimmt Abschied von einem ihrer Spitzenköche

 Sein Restaurant „L’Hôtel de Ville“ im schweizerischen Crissier gilt als „bestes Restaurant der Welt“. Er selbst galt für viele als der „beste Koch“ der Welt. Nun ist der Schweizer Sternekoch Benoît Violier im Alter von nur 44 Jahren gestorben. Wie die Waadtländer Kantonspolizei vermeldete, wurde sein Leichnam in seiner Wohnung tot aufgefunden. Die genaue Todesursache ist nicht bekannt, aber laut Polizei deutet wohl alles auf einen Suizid hin. Vermutlich hat er sich selbst erschossen. Über seine Beweggründe ist nichts bekannt, aber es ist nicht das erste Mal, dass sich ein Sternekoch selbst das Leben genommen hat. In wohl kaum einem anderen Beruf kann man eine solch große weltweite Berühmtheit erlangen, ist aber Tag für Tag auf das Neue einem schier unglaublichen Stress unterworfen.

Viele weltberühmte Spitzenköche bei der Trauerfeier

 Die Trauerfeier fand am vergangenen Freitag in der Kathedrale von Lausanne statt. Der Zeremonie wohnten über 1.500 Menschen bei. Neben seiner Familie und Freunden nahmen auch zahlreiche Persönlichkeiten aus der Welt der Gastronomie, des Sports und der Politik an der Trauerfeier teil. Unter ihnen den Trauergästen waren unter anderem auch zahlreiche weltberühmte Küchenchefs wie zum Beispiel der Schweizer Spitzenkoch Anton Mosimann, der das Menü für die Hochzeit von William Mountbatten-Windsor und Catherine Middleton kochte, der französische Koch Joël Robuchon, der als einer der wenigen Menschen den Titel „Koch des Jahrhunderts“ trägt, der französische Drei-Sterne-Koch Marc Veyrat, der nicht nur durch seine Kochkünste sondern auch durch seine Kochbücher weltweite Berühmtheit erlangte und die Drei-Stern-Köchin Anne-Sophie Pic, die im Jahre 2007 von 8.000 Köchen zur Köchin des Jahres gewählt und damit die erste Frau war, die höchste Auszeichnung erhielt, die die französische Küche zu vergeben hat.

Erinnerung an unvergessliche Momente

Es ist schon irgendwie seltsam, dass Benoît Violier nicht mehr zu den Lebenden gehört. Dabei stammte er ursprünglich aus dem französischen Saintes en Charente-Maritime und wurde erst vor kurzem in der Waadt eingebürgert. Was verbleibt sind aber die Erinnerungen an unvergessliche Momente, die er der Welt durch seine Kochkunst schenkte.