Schweizer Hochschulen müssen sparen


Große Finanzierungsprobleme

Quo vadis …..diese Frage könnte man sich stellen, wenn man an die Finanzierungsprobleme denkt, die auf die eine Reihe Schweizer Hochschulen zukommt. So müssen die ETHs in Zürich und Lausanne sowie die vier Eidgenössischen Forschungsanstalten in den nächsten Jahren erheblich sparen. Hintergrund ist die Kürzung des Bundes für Ausgaben in den Bereichen  Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2017 bis 2020. So sind für den ETH-Bereich in der Botschaft über die Förderung von Bildung, Forschung und Innovation (BFI) für diesen Zeitraum statt eines beantragten Wachstums in Höhe von 3,5 Prozent nur 1,5 Prozent vom Bund vorgesehen. Zwar stehen die Finanzmittel 2017 noch nicht definitiv fest, doch der ETH-Rat hat bereits reagiert und ein umfassendes Spar- und Verzichtspaket in die Wege geleitet. Dabei sollen auch Projekte von landesweiter Bedeutung nicht verschont bleiben wie zum Beispiel das Hochleistungsrechenzentrum CSCS der ETH Zürich in Lugano und der SwissFEL (Freie-Elektronen-Röntgenlaser) am PSI in Würenlingen. Einschnitte wird es auch bei Bau- und Sanierungsvorhaben sowie bei den Betriebsbudgets der Institutionen geben.

Auch Studenten müssen einen Beitrag leisten

Die Sparmaßnahmen werden wohl auch die Studenten treffen, denn diese müssen mit höheren Studiengebühren rechnen. So wie es heißt, werde eine sozialverträgliche Erhöhung ab Herbstsemester 2018 geprüft. Dieses ist sicherlich mehr als nur der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein, denn so hat alleine an der ETH-Zürich und ETH-Lausanne im vergangenen Jahr die Zahl der eingeschriebenen Studenten mit nahezu 30.000 einen neuen Höchstwert erreicht. Beachtlich ist aber sicherlich, dass sich trotz des engeren finanziellen Spielraums die beiden Hochschulen in den internationalen Rankings weiter verbessert haben. So erreichte die ETH Zürich im weltweiten Times Higher Education Ranking (THE) erstmals einen Platz unter den Top Ten. Auch die ETH-Lausanne konnte sich indem Ranking verbessern und zwar von Rang 34 auf Rang 31.