Recruiting & Bewerberauswahl


Recruiting digitalisiert sich immer mehr. Die Arbeitswelt und der Arbeitsmarkt ändern sich, die Personalbeschaffung muss dabei Schritt halten. Nicht nur die Verwaltung von Bewerberprofilen, sondern auch die Stellenausschreibung ist ohne Online-Methoden undenkbar geworden.

Recruiting für Digital Natives

Die Bewerber-Generationen des 21. Jahrhunderts sind „always on“, in den seltensten Fällen kämpfen sich diese jungen, qualifizierten Fachleute durch den Anzeigenteil einer gedruckten Zeitung. Sie suchen mit Google nach einem interessanten Stellenangebot. Nebenher definieren sie ihre eigenen Anforderungen an den Arbeitgeber und den Arbeitsplatz. Das moderne Recruiting muss sich darauf einstellen, um den definierten Personalbedarf zu decken. Einschlägige Jobportale, aber auch soziale Netzwerke bieten hervorragende Möglichkeiten, die möglichen Kandidaten ausfindig und auf das eigene Unternehmen aufmerksam zu machen. Standardisierte Online-Fragebögen liefern aus dem digitalen Kontakt die nötigen Fakten für die eigene Bewerberkartei, wo sie wiederum sehr effizient aufbereitet werden. Sowohl das Unternehmen als auch der Bewerber sparen Zeit beim digitalen, webbasierten Recruiting.

Bewerberauswahl: Kriterien und Vorgehensweise

Auf eine offene Stelle bewerben sich dann in vielen Unternehmen deutlich über 100 Interessenten. Die Bewerberauswahl muss daher effizient erfolgen. In der Regel ist es nicht möglich, alle Bewerber zum persönlichen Gespräch einzuladen. Für die Vorauswahl anhand des Bewerbungsschreibens gibt es handfeste Kriterien.

Methodisches Vorgehen bei der Auswahl der Bewerber

Jeder Personalchef wird möglicherweise eigene Methoden entwickeln, doch es haben sich Standards etabliert. Auch wenn es bitter klingt und nur hinter vorgehaltener Hand kommuniziert wird: Die gängigste Methode setzt bei einer Sortierung a) nach dem Lebensalter und b) nach der passenden Qualifikation an. Auch das Geschlecht dürfte eine Rolle spielen. Diskrimierend? – Keineswegs. Beim Lebensalter werden durchaus auch zu junge Leute aussortiert, beim Geschlecht leuchtet es ein, dass ein Wachdienst oft eher Männer sucht. Doch welche Kriterien folgen dann? An dieser Stelle ändern sich die Methoden bei der Bewerberauswahl, denn in vielen Bereichen geht es um punktgenaue Fachkenntnisse. Die moderne Bewerberauswahl findet daher softwaregestützt statt, um System in die Fülle von Daten zu bringen.

Es ist also heutzutage gar nicht mehr so einfach, weder das Finden des richtigen Arbeitnehmers, noch – auf der Gegenseite – das Finden des richtigen Berufs. Umso wichtiger ist es für beide Seiten, sich professionell vorzubereiten.

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