Netzwerk der ETH Zürich gehackt


Student in flagranti erwischt

So wie die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich vermeldete, soll ein Student der ETH Zürich (Eidgenössische Technische Hochschule Zürich) das Netzwerk der Hochschule „gehackt“ haben und auf diesem Weg für einige Zeit hochsensible Daten heruntergeladen haben. Dieses wurde ihm dadurch möglich, indem er sich unter Verwendung fremder Zugangsdaten einloggen konnte, Allerdings wurden die Manipulationen durch Mitarbeiter der Abteilung Sicherheit und Informatikdienste der ETH bemerkt. Infolge dessen wurde von der Hochschule sofort Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Dank dem schnellen Eingreifen der Polizei und einer zwischen der Polizei, der Staatsanwaltschaft und der ETH sehr gut abgestimmten Zusammenarbeit konnte der Täter bereits zehn Tage nach der Anzeige festgestellt und festgenommen werden. Passend zur Sachlage wurde der Student dabei in flagranti an seinem Computer erwischt, als er weitere Daten herunterladen wollte. Auf Antrag der Oberstaatsanwaltschaft wurde gegen ihn durch das Zwangsmassnahmengericht Untersuchungshaft angeordnet und ein Strafverfahren wegen unbefugten Eindringens in ein Datenverarbeitungssystem und unbefugter Datenbeschaffung eröffnet.

Weitere Sicherheitmassnahmen eingeleitet

Um welche Daten es sich genau handelte wurde bislang allerdings weder von der Oberstaatschaft noch von der Hochschule bekannt gegeben. Allerdings wurden zeitgleich mit den polizeilichen Ermittlungen des Kompetenz-Zentrums Cybercrime unverzüglich erste Sicherheitsmassnahmen eingeleitet, um das Netzwerk künftig vor weiteren Angriffen zu schützen. Dieses auch dahingehend, alsdass man zwar nach Angaben der ETH dort über sehr sichere Netzwerke verfüge, man aber als eine offene Institution ständig darauf vorbereitet sein muss, mögliche Eindringversuche abzuwehren. Man setze dabei auf ein spezialisiertes Team und arbeite mit ganz unterschiedlichen Methoden, um nicht autorisierte Systemzugänge umgehend zu erkennen.

Näheres über den Täter noch nicht bekannt

Welcher Studienrichtung der erwischte Student bislang angehörte, wurde aufgrund des laufenden Verfahrens und aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht bekannt gegeben. Wenn es sich aber um einen Informatikstudenten innerhalb eines Bachelor- und Master-Studium für Informatik  handelte, so kann man sicherlich den dortigen Lehrkräften ein Kompliment für die hervorragende Ausbildung machen.