Mehr Platz für Wirtschaftswissenschaften an der Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Uni Zürich


Die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Uni Zürich kann aufatmen: schneller als andere Projekte im Zürcher Hochschulgebiet kann die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät erweitert werden. Der Kantonsrat hat sich am 24.08.2015 für eine vorgezogene Teilrevision des Richtplans sowie für einen Objektkredit über 13 Millionen Franken ausgesprochen. Dieses ist sicherlich auch von Nöten, wenn die Fakultät ihren internationalen Spitzenplatz beibehalten will. So gehört die Fakultät dem Vernehmen nach in den internationalen Rankings zu den besten wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten Europas, in einzelnen Forschungsbereichen sogar zur Weltspitze. Allerdings wird nun viel mehr Platz als bisher benötigt. So studierten in 2005 noch 3342 Frauen und Männer in Zürich Wirtschaftswissenschaften, in 2012 waren es bereits 4903 Frauen und Männer. Das bedeutet also eine Zunahme um fast fünfzig Prozent in nur sieben Jahren. Nunmehr soll auf dem Areal Plattenstrasse 14-22 ein Erweiterungsbau entstehen. Auf Grund der Dringlichkeit wolle man nun, wie es heißt, bei diesem Grundstück das Richtplanverfahren für das gesamte Hochschulgebiet und die Festsetzung der Bau- und Zonenordnung durch die Stadt Zürich nicht abwarten. Allerdings äusserte sich die Bildungsdirektorin Silvia Steiner dahin gehend, als dass die Änderungen im Richtplan mit den übrigen Projekten im Hochschulgebiet abgestimmt seien. Wegen des großen Wachstums der Studierendenzahlen dränge die Zeit und man wolle noch in diesem Jahr mit dem Bau beginnen. Dafür spricht auch, dass das Projekt unbestritten war. So war man sich quer durch die Parteien einig, dass rasch zusätzliche Arbeits- und Studienplätze geschaffen werden müssten. Dieses führte dann dazu, dass sich das Parlament mit 165 zu 0 Stimmen für die vorgezogene Teilrevision des Richtplans aussprach und den Objektkredit in der Höhe von 13 Millionen Franken genehmigte. Kritisiert wurde von verschiedenen Seiten allerdings der Planungsprozess. So hiess es, dass es nicht klar sei, warum das Projekt nicht früher im Richtplan eingetragen werden konnte. Aber wie dem auch sei, mit dem Erweiterungsbau wird genügend Fläche für Büros, Sitzungszimmer, Bibliothek und Arbeitsplätze geschaffen werden.