Hervorragende Platzierung der Schweizer Wirtschaft


Ranking des IMD

Wer erinnert sich nicht an die Aufhebung der Eurobindung des Frankens durch die Schweizer Nationalbank? Von vielen Unternehmen wurden seinerzeit die Stimmen nicht leise, die vor wirtschaftlichen Folgen gewarnt haben. Besonders die Unternehmen, die ausschließlich in der Schweiz produzieren, werden ihre Preise anheben müssen – so wurde argumentiert – wenn sich der Franken auf einem deutlich höheren Niveau einpendelt, um Währungsverluste zu begrenzen. Diese würde die gesamte Schweizer Wirtschaft negativ beeinflussen. Umso überraschender ist das aktuelle internationale Wettbewerbs-Ranking, das das Lausanner Institut IMD veröffentlicht hat. Zum Verständnis: bei dem IMD handelt es um das „International Institute for Management Development“, eine private Wirtschaftshochschule in Lausanne, die über eine erstklassige Reputation verfügt. Im aktuellen internationalen Ranking belegt die Schweiz den zweiten Platz, noch vor den USA. An der Spitze liegt die chinesische Sonderwirtschafts-Zone Hong Kong. Das heißt mit anderen Worten das der starke Franken scheinbar keinen Einfluss auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz hat.

Gründe für die gute Platzierung

Die Gründe für die gute Platzierung der Schweiz im internationalen Vergleich sieht das IMD vornehmlich in dem hohen Qualitätsbewusstsein der Schweizer Firmen. So steht die sprichwörtliche Schweizer Qualität weltweit nicht nur bei Uhren in einem ausgezeichneten Ruf, sondern bei allen Produkten.  Auch leisten das gute Ausbildungsniveau, die wirtschaftsfreundliche Arbeitsmarktpolitik und die hohe Produktivität in der Schweiz einen wertvollen Beitrag zu dem guten Ruf der Schweizer Produkte. Hinzu kommen eine gute Infrastruktur und eine effiziente und transparente Verwaltung. Beanstandet werden durch das IMD hingegen die Subventionspolitik der Schweiz, die hohen IT-Kosten und die hohen Mieten.

Grundlage der Rangliste

Die Rangliste basiert auf insgesamt mehr als 340 Einzelkriterien, die sich aus der Effizienz der politischen Systems, der wirtschaftlichen Performance sowie der Infrastruktur der jeweiligen Länder ergeben. Darüber hinaus fließen noch die Ergebnisse von Interviews in das Ranking ein, die das IMD mit über 5000 Geschäftsleitungsmitgliedern aus den verschiedensten Unternehmen getätigt hat.