Bei der FIFA wird ein Job frei


Wer auf der Suche nach einem hervorragend dotierten Job ist, der mit vielen glanzvollen Auftritten, weltweit hervorragenden Kontakten und vielen Reisen erster Klasse verbunden ist, sollte es vielleicht einmal versuchen, sich bei der Fifa bewerben. Hier steht seit kurzen ein feudales Büro beim Fifa-Sitz am Zürichberg leer, dass von dem „noch“ Fifa Präsidenten Sepp Blatter unfreiwillig geräumt werden musste. Voraussetzung für eine vielleicht erfolgreiche Bewerbung ist natürlich, dass man korrupt ist. Ok, dieses ist natürlich alles ironisch gemeint und es soll und darf hier keine Vorverteilung geben, bevor nicht alles ausgeräumt ist, was man Herrn Blatter vorwirft. Fakt ist aber, dass er von der Ethik-Kommission des Fussball Weltverbandes für zunächst 90 Tage suspendiert wurde. In diesem Zeitraum darf er weder Fifa-Räume betreten, noch in irgendeiner Weise für die Fifa sprechen und an Fifa-Veranstaltungen teilnehmen. Hinzu kommt für diesen Zeitraum der Ausschluss von allen Fussball Aktivitäten auf nationaler und internationaler Ebene. Die Suspendierung kommt im Zusammenhang mit der ungeklärten und dubiosen Zahlung an den UEFA Präsidenten Michel Platini. Aber sie dürfte sicherlich auch im Zusammenhang mit dem Verdacht einer „ungetreuen Geschäftsbesorgung“ stehen, wegen der die Bundesanwaltschaft vor zwei Wochen ein Strafverfahren gegen Herrn Blatter eingeleitet hat. Übrigens wurde nicht nur Sepp Blatter für 90 Tage suspendiert, sondern auch Michel Platini. Ob Herr Platini seinen Posten bei der UEFA behalten kann, steht natürlich auch noch in den Sternen. Vielleicht eröffnet sich dort für einen Arbeitssuchenden gleichfall die Möglichkeit, sich um einen lukrativen Posten zu bewerben. Wie gut die Erfolgschancen auf diese beiden Posten sind, kann allerdings noch nicht voraus gesagt werden, denn sowohl Herr Blatter als auch Herr Platini haben Einspruch gegen die Suspendierung erhoben. Hierüber muss nun die Fifa-Berufungskommission unter dem Vorsitzenden Larry Mussenden von den Bermudas befinden. Ein Schelm ist natürlich der, der bei der Nennung der „Bermudas“ etwas Anrüchiges denkt.